Männer liefern großartigen Kampf gegen Heuchelberg – werden aber nicht belohnt

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Männer liefern großartigen Kampf gegen Heuchelberg – werden aber nicht belohnt

M-BK: TSG – SG Heuchelberg

Endergebnis: 30:32

Halbzeit: 11:19

Für die TSG spielten: Sebastian Hönig, Leon Hönig (beide Tor), Alex Bendl, Josip Kozul (9), Marco Stettenheim, Jan Stephan (4/1), Robin Rieger (1), Leander Franz (3), Felix Nietzschmann (1), Lukas Bär (1), Heiko Hornef (7/3), Pascal Berger (1), Matthias Teinert (3)

Mit dem Tabellenzweiten SG Heuchelberg wartete eine schwere Aufgabe auf die TSG vor heimischer Kulisse. Nach den unnötig verlorenen zwei Punkten letzte Woche wollte die Mannschaft vor Augen des Ex-Trainers Marco Kohler Heuchelberg ärgern.

Schlechter hätte die Partie für die TSG aber wohl kaum beginnen können. Die angesprochenen Stärken der SG Heuchelberg zeigten sie zu Beginn gleich und zogen nach drei Minuten bereits auf 0:3 davon. Nach einem weiteren Ballverlust im Angriff wurde ein Gästespieler zum Konter auf die Reise geschickt und prallte unmittelbar vor dem Kreis mit Torhüter Leon Hönig zusammen, der sich zwar den Ball sichern konnte, zum Haller Unverständnis aber trotzdem mit glatt Rot des Feldes verwiesen wurde. Der absolute „Worst Case“ also, da mit Uli Burkhardt der zweite Torhüter fehlte. Als Notlösung stellte sich Sebastian Hönig, bis vor einigen Jahren Torhüter, ins Tor. Diesen Schock musste die TSG erst mal verdauen. Mit zunehmender Spieldauer kämpfte sich der Gastgeber ins Spiel und konnte in der 19. Minute auf 9:12 zu verkürzen. Bis zur Pause konnten die Gäste aber wieder auf 11:19 davon ziehen.

In der Pause munterte Trainer Peter Dietrich die Mannschaft auf und stellte die Weichen für eine großartige Aufholjagd. Er meinte zudem, dass das Spiel noch nicht verloren sei. Die Heuchelberger seien bereits vor der Pause schwächer geworden.

Zu Beginn nach der Pause war davon zunächst noch nichts zu sehen. Stattdessen rückte der Schiedsrichter immer mehr in den Fokus. Seine Entscheidungen waren zweifelhaft und vor allem bewertete er gleiche Szenen je nach Mannschaft unterschiedlich. Nach 44 Minuten war die TSG zwar voll im Spiel und konnte den acht Tore Rückstand halten, mehr zum jetzigen Zeitpunkt aber auch nicht. Und es sollte noch schlimmer für die Haller Mannschaft kommen. Zunächst bekam Robin Rieger für „Ball nicht ablegen“ eine zweifelhafte Zweiminutenstrafe und im folgenden gegnerischen Angriff bekam Jan Stephan nach einem angeblichen Ellenbogenschlag ebenfalls die rote Karte, was die Zuschauer mit Pfiffen quittierten. Die Entscheidung war wieder sehr zweifelhaft. Beide Spieler gehen in den Zweikampf, der Heuchelberger geht beim Sprung mit dem Knie voraus in Jan Stephan und von einem gezielten Ellenbogenschlag war zudem nichts zusehen. Diese rote Karte setzte offenbar zusätzliche Kräfte frei. In doppelter Unterzahl gelangen drei Treffer und es waren in der 48. Minute nur noch fünf Tore Rückstand. Und während Sebastian Hönig zu Beginn noch eine Notlösung im Tor war, war er am Ende der Rückhalt und parierte mehrmals sehr stark. Am Ende klappte praktisch alles im Angriff und es gelang tatsächlich, in der 57. Minute auf drei Tore ranzukommen. Das Spiel war nun völlig offen. Am Ende reichte es nur noch, auf zwei Tore ran zu kommen. Wäre die Partie aber noch fünf Minuten länger gegangen, wäre die Überraschung vermutlich perfekt gewesen.

Am Ende stand zwar die zweite Niederlage zu Buche, aber die großartige Aufholjagd mit immensem Willen zeigen, wozu die Mannschaft alles in der Lage ist. Schließlich wurde die SG in der zweiten Halbzeit mit sechs Toren besiegt! Ein Wehrmutstropfen ist allerdings, dass der in der zweiten Halbzeit starke Josip Kozul sein letztes Spiel für die TSG gemacht hat und jetzt wieder nach Calw zurück ziehen wird. Danke Josip und alles Gute!

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