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Männer feiern bei der HSG Hohenlohe ohne Auswechselspieler (!) ersten Saisonsieg

M-BK: HSG Hohenlohe 2 – TSG

Endergebnis: 20:23

Halbzeit: 8:10

Für die TSG spielten:

Leon Hönig (Tor), Alex Bendl (4), Josip Kozul (10), Bruno Vujevic (2), Leander Franz (1), Roko Vujevic, Sebastian Gutbrod (6)

Eine kleine Sensation verbuchte die ausgedünnte Haller Herrenmannschaft bei ihrem Auswärtsspiel bei der HSG Hohenlohe in Pfedelbach. Mit lediglich sieben Spielern angereist, begegnete man beim Aufwärmen einer mit 14 Spielern vollzähligen gegnerischen Auswahl.

Mit der Gewissheit vor Augen, dass aufgrund fehlender Auswechselspieler jeder Haller Spieler komplett 60 Minuten durchspielen wird, begann die Partie. Die Vorgabe war klar: Eine solide Abwehr stellen und im Angriff ruhig und beherrscht warten, bis sich eine Chance ergibt.

Die Spieler der HSG Hohenlohe hatten die zwei Punkte für den Sieg gedanklich offenbar schon verbucht, denn nach gespielten fünf Minuten stand es durch Tore von Bruno Vujevic und Sebastian Gutbrod 0:2 aus Sicht der Hausherren. Lediglich drei Minuten später nahm der Trainer der HSG beim Stand von 1:4 die erste Auszeit. Sehr laut wurde es daraufhin in der ansonsten stillen Halle.

Die Worte des Hohenloher Trainers zeigten ihre Wirkung. Kurz vor der Halbzeitpause gelang den Hohenlohern der Führungstreffer zum 7:6. Dies sollte allerdings im weiteren Verlauf des Spieles der einzige Rückstand für das Haller Bollwerk bleiben. Leander Franz und Roko Vujevic kämpften bei jedem Angriff der HSG in der Abwehr wie die Löwen. Viele Würfe der Hohenloher wurden vom starken Leon Hönig im Tor entschärft und erneut war es Bruno Vujevic, der 20 Sekunden vor dem Halbzeitpfiff aus spitzem Winkel sehenswert zum 8:10 einnetze.

Die Halbzeitpause nutzten die sieben tapferen Haller in erster Linie zur Regeneration der müden Körper. Ein Handballspiel über 60 Minuten durchzuspielen ist Schwerstarbeit! Alexander Bendl, der mit einer akuten Schambeinentzündung auf der ungewohnten Position als Kreisläufer spielte, feuerte seine Teamkameraden nochmals zum Zusammenhalt an.

Bereits in der ersten Halbzeit hatte Marco Kohler, der Trainer der Haller Auswahl, durch einen geschickten Schachzug die HSG verunsichert. Durch den Positionswechsel im Angriff von Leander Franz und Sebastian Gutbrod kam viel Ruhe ins Spiel. Immer wieder gelang es durch einfachste Aktionen den wurfgewaltigen Josip Kozul ins Spiel zu bringen, der nach Belieben einnetzte. Der Sieg für die Haller schien bei 19:21 fünf Minuten vor Spielende greifbar nahe.

Am Ende notierte die Anzeigetafel ein verdientes 23:20 aus Haller Sicht. Die zerknirschten Hohenloher hatten eine Lektion erhalten und gratulierten den strahlenden Siegern.

Für die bislang sieglose TSG heißt es nun, die Einstellung aus diesem Spiel mitzunehmen, um in den nächsten Wochen in der Tabelle Plätze gut zu machen.

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