Im Spiel der Herren gerät das Sportliche in den Hintergrund – verbale Entgleisungen des Richener Anhangs

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Im Spiel der Herren gerät das Sportliche in den Hintergrund – verbale Entgleisungen des Richener Anhangs

M-BK: TB Richen – TSG

Endergebnis: 25 : 25

Halbzeit: 10:10

Für die TSG spielten: Uli Burkhardt, Leon Hönig (beide Tor), Alex Bendl, Robin Rieger (2), Sebastian Hönig (3), Leander Franz (2), Felix Nietzschmann, Heiko Hornef (3), Jens Bothe, Firas Ben Zineb (3), Paul Dietrich (3), Jan Stephan (4), Johann Klink, Vasil Vitanov (5/5)

Mit dem Selbstvertrauen aus drei siegreichen Saisonspielen trat die TSG auswärts gegen den punktgleichen TB Richen an. Dementsprechend hoch war die Motivation der Kocherstädter. Trainer Zoran Stavreski konnte auf den kompletten Kader zurückgreifen. Erstmals waren auch Kapitän Heiko Hornef und der hochtalentierte Robin Rieger mit an Bord.
In der Anfangsphase agierten die Gäste zwar druckvoll, vergaben aber zahlreiche Chancen, darunter auch zwei Strafwürfe. Beim Stande von 7:3 für die Gastgeber (16. Minute) nahmen die Haller folgerichtig die erste Auszeit. In der Folge gestaltete die TSG das Spiel wieder ausgeglichener, besonders durch die nun stabilere Abwehr.
Nach Wiederanpfiff wurde die Partie deutlich hektischer. Während in der Offensive zahlreiche technische Fehler auftraten, ließ die Haller Deckung den Gegner zentral zu frei zum Wurf kommen. So waren die starken Keeper Hönig und Burkhardt letztlich machtlos. Richen zog davon. Erst in der Schlussphase stabilisierte der eingewechselte Felix Nietzschmann die Defensive. In einem echten Krimi erzielte Vasil Vitanov per Siebenmeter den alles entscheidenden Treffer in der Schlussminute: Die TSG holte am Ende noch einen verdienten Punkt.
Besonders hervorzuheben ist die Nervenstärke der Haller Akteure, die trotz übelster Beschimpfungen und Beleidigungen durch das Richener Publikum ruhig geblieben sind.
Vor allem der Tunesier Firas Ben Zineb und der Nordmazedonier Vasil Vitanov, aber auch Stavreski selbst sahen sich mit heftigen Schmähungen konfrontiert. Darüber hinaus war auch der Schiedsrichter das Ziel absolut entwürdigender Anfeindungen. Zwischenzeitlich standen die Gäste daher kurz davor, das Spiel abzubrechen.
Das Fazit von Zoran Stavreski: „Wir konnten heute unser Potential nicht abrufen. Ohne Harz hatten wir große Schwierigkeiten, noch dazu waren Paul Dietrich und Heiko Hornef leider angeschlagen. Das können wir besser!“
Angesichts des Publikums platzte dem Trainer allerdings der Kragen: „Im Handball hat so ein Verhalten keinen Platz! Wir alle lieben hitzige Stimmung in der Halle, aber diese permanenten Anfeindungen gingen deutlich unter jede Gürtellinie. Es fiel uns allen unglaublich schwer ruhig zu bleiben, während wir derart angegangen wurden. Die TSG Schwäbisch Hall steht für Werte, die hier mit Füßen getreten wurden. Absolut unterirdisch!“

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